Schulen für Pflegeberufe Herford-Lippe

zusätzliche Ausbildungsplätze – auch in Teilzeit und zur Pflegeassistenz

Der Fachkräftemangel in der Gesundheits- und Krankenpflege ist inzwischen überall spürbar geworden. Viele Krankenhäuser suchen nach examinierten Pflegekräften. Um hier erfolgreich gegen zu steuern, haben sich die beiden Trägerkliniken der Schulen für Pflegeberufe, das Klinikum Herford und das Klinikum Lippe entschlossen zusätzlich 70 Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Krankenpflege anzubieten. Am 01.04 2019 startet sowohl in Herford als auch in Detmold ein außerplanmäßiger Ausbildungskurs. Darüber hinaus startet am 01.03. in Lemgo ein weiterer Kurs, der jedoch als „Teilzeitkurs“ organisiert wird. Dieser Kurs richtet sich z.B. an alleinerziehende Frauen und Männer, an Wiedereinsteiger oder an Menschen, die bisher nicht die Gelegenheit hatten eine berufliche Qualifikation zu erwerben. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

Neu ist nun das Angebot einer Ausbildung zur/m staatlich geprüften Gesundheits- und Krankenpflegeassistentin/en. Der Ausbildung beginnt in Detmold am 01.08.2019 und in Herford am 01.11.2019. Die Ausbildungsdauer beträgt 1 Jahr in Vollzeit. Es wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Hauptschulabschluss oder ein vergleichbarer Bildungsabschluss. Darüber hinaus sollten die Interessenten Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Sorgfalt und eine psychische Stabilität mitbringen.

Die Träger der Ausbildung sind das Klinikum Herford und das Klinikum Lippe, in denen auch ein großer Teil der praktischen Ausbildung absolviert wird. Der theoretische und praktische Unterricht umfasst 29 Lernmodule mit insgesamt 540 Stunden.

Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. Nähere Informationen zu den  Bewerbungsmodalitäten stehen auf der Homepage unter www.pflegeschulen-hl.de

Nach Abschluss der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz können sich  die Absolventinnen und Absolventen zur Pflegefachkraft weiterqualifizieren.

Gesundheits- und Krankenpflegeassistenten betreuen Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit Unterstützung benötigen. Sie helfen den betroffenen Personen bei Verrichtungen des täglichen Lebens und fördern deren Eigenständigkeit, indem sie sie zu Bewegung und Beschäftigung anleiten. Unter Berücksichtigung sowohl pflegerischer als auch finanzieller Gesichtspunkte führen sie im ambulanten Bereich den Haushalt der zu Betreuenden. Außerdem unterstützen sie die Familienangehörigen, z.B. im Umgang mit Pflegehilfsmitteln. Weiterhin unterstützen sie  die vorhandenen Pflegefachkräfte.

Arbeitsplätze finden Sie in Altenpflegeheimen, Krankenhäusern, ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten, Kurzzeitpflegeeinrichtungen sowie in Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit einer Behinderung.

Der Hintergrund zur Entscheidung eine einjährige Assistenzausbildung anzubieten liegt im demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel. In den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen finden sich zunehmend Patienten mit vielen Nebendiagnosen und einem erheblichen Pflegebedarf. Dem gegenüber steht der Mangel an Pflegefachkräften, der dazu geführt hat, dass die Krankenhäuser in einem Wettbewerb um die besten Pflegekräfte stehen. Ein Ansatz, um diesen komplexen Herausforderungen zu begegnen, besteht in der Einführung eines gestuften Qualifikationssystems in der Pflege, bei dem die Qualifikationsstufe der Pflegefachpersonen mit dreijähriger beruflicher Ausbildung ergänzt wird um Pflegeassistenten mit einjähriger Ausbildung. Durch die Kombinationen unterschiedlicher Qualifikationsniveaus innerhalb eines Pflegeteams (Qualifiations-Mix) sollen die bei den Pflegenden vorhandenen Qualifikationen besser als bisher an die von diesen zu deckenden Pflegebedarfe angepasst werden. Weiterhin kann es so gelingen, das vorhandene Potenzial an jungen Menschen mit unterschiedlichen Schulabschlüssen in besserer Weise für den Pflegeberuf zu gewinnen. Die Ausbildung in der Pflegeassistenz kann ein Einstieg in das Berufsfeld Pflege für solche Bewerber darstellen, die nicht die Zugangsvoraussetzungen für eine Fachkraftausbildung erfüllen. Um darüber hinaus Abiturienten interessante Perspektiven anzubieten, ist auch eine hochschulischen Erstausbildung mit Bachelorabschluss möglich. Dieses Pflegestudium berücksichtigt internationale Qualifikationsstandards und rundet den Qualifikationsmix nach oben ab.

Nähere Informationen finden Sie hier:Schulen für Pflegeberufe – Pflegeassistenz_DIN lang Folder_6-Seiter